Dresden – das ehemals slawische Fischerdorf als Kaufmannssiedlung

Seit dem 15. Jahrhundert ist Dresden die Residenz der sächsischen Herzöge und wuchs über die Jahre zu einem Zentrum für Politik, Wirtschaft und Kultur.

Daher habe auch ich mich auf den Weg gemacht, um mir diese Stadt einmal genauer anzuschauen – im Gepäck natürlich meinen Freund. 🙂


Knapp 500km ging es – über Berlin – immer gerade aus und dann war es endlich soweit. Einquartiert haben wir uns im Königsbrücker Appartementhaus http://www.hkb-dresden.de/de/ in der äußeren Neustadt. Das kürzlich restaurierte Haus aus Gründerzeit empfing uns mit viel Charme und toller Gastfreundlichkeit. Für alle, die noch nie und/oder gerne wieder mal nach Dresden fahren möchten, kann ich diese Adresse wärmstens empfehlen.

Den ersten Abend wollten wir ruhig angehen lassen, bis wir es entdeckten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sahen wir den Schriftzug „Schauburg“ – das erste freistehende Kino aus den 20er Jahren, welches von den Luftangriffen auf Dresden 1945 verschont geblieben ist. Das Abendprogramm war somit gefunden: James Bond 007 „Spectre“. Fazit: Tolles Kino und toller Film!

Die kommenden Tage waren an Kultur nicht zu überbieten…Hier ein kleiner Ausschnitt:

ALTSTADT

Kreuzkirche am Altmarkt

Sie ist die evangelische Hauptkirche der Stadt und mit mehr als 3000 Sitzplätzen ist sie der größte Kirchenbau in Sachen. Zudem können unerschrockene Treppensteiger den 54m hohen Kirchturm erklimmen und den Ausblick über die Stadt genießen.

Rathaus

Im Krieg zerstört, wurde es um 1948 in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Zum Rathaus gehört auch der Rathausturm (ebenfalls mit Aussichtsplattform). Auf Höhe der Plattform (kurz unter den Uhren) befinden sich Statuen, die die 16 Tugenden darstellen: Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit, Frömmigkeit, Glaube, Treue, Mut, Beharrlichkeit, Stärke, Aufforderung, Weisheit, Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit, Wachsamkeit und Klugheit.

Gänsediebbrunnen

Dieser grandiose Brunnen befindet sich in der Weißen Gasse in der Inneren Altstadt von Dresden und besteht aus einer Bronzefigur auf Granitbau. Die Geschichte, die sich hier hinter verbirgt ist wahrlich amüsant. Gewidmet wurde er Thomas Platter. Dieser besuchte 1512 die Kreuzschule in Dresden und klaute für das Abschiedsessen mit dem Schulmeister zwei Gänse.

Frauenkirche

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Mit der Frauenkirche verbindet man eine tausendjährige Geschichte. Der legendäre Kuppelbau prägte über 200 Jahre hinweg das Stadtbild Dresdens, bis sie kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört und vorerst nicht wieder aufgebaut wurde. Die Ruine verblieb als Mahnmal im Herzen der Stadt! Gleichzeitig wurde sie dadurch zum Symbol der Friedensbewegung in Ostdeutschland, der bis heute am 13. Februar gefeiert wird. Der Wiederaufbau erfolgt von 1993 bis 2005, bei dem alle intakten Originalsteine ihren Platz fanden und welcher ausschließlich durch Spenden finanziert wurde.

Neumarkt

Der Neumarkt befindet sich zwischen Innerer Altstadt und Altmarkt und zeichnet sich durch seine barocke Bebauung aus. Schon zu Renaissance-Zeit entwickelte der Platz seinen ganz eigenen Charme, den die typischen Giebelhäuser ausmachten.

Schloss

Das schon im 15. Jahrhundert erbaute Renaissanceschloss und früherer Sitz der sächsischen Kurfürsten und Könige, beherbergt heute die staatliche Kunstsammlung Dresdens. Dazu zählen das Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer mit der Türckischen Kammer und das Münzkabinett.

Fürstenzug

Der Fürstenzug ist die Verbindung zwischen Neumarkt, Schloss sowie dem Schlossplatz und besteht aus einem Wandbild mit einer Länge von 101 Metern. Es stellt die Geschichte des sächsischen Herrschertum als überlebensgroßen Reiterzug dar.

Zwinger

Wenn ihr ein Gesamtkunstwerk aus Malerei, Plastik und Architektur sehen möchtet, dann spiegelt der Zwinger genau dies wider. Um 1710 wurde er als Orangerie und Festspielplatz erbaut und beherbergt heute die berühmte Gemäldegalerie Alte Meister mit der Sixtinischen Madonna, den Mathemathisch-Physikalischen Salon und die Porzellansammlung.

Semperoper

Von Gottfried Semper erbaut, ist die Semperoper eines der weltweit schönsten Opernhäuser und ist zudem der Sitz sowie die Hauptspielstätte der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Alljährlich im Januar hat sich der Semperopernball beim Who is Who etabliert.

NEUSTADT

Die Neustadt befindet sich auf der anderen Elbseite – dort wo sich auch unser Hotel befand. Sie besticht durch barocke Bauten, die im Gebiet der Königstraße liegen. Der Neustädter Markt, mit seinem Reiterdenkmal des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I., ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Neustadt mit vielen kleinen Lädchen, die zum verweilen einladen. Wenn ihr zur Adventszeit nach Dresden reist, dann ist der Augustusmarkt wärmstens zu empfehlen.

 

Auch wenn wir eine ganze Woche in Dresden verweilt haben, ist die Zeit dennoch viel zu kurz um alles zu besichtigen. ABER wir kommen wieder – keine Frage! 🙂

Eure Chrissy ❤

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